Per Lastenfahrrad auf Wahlwerbetour bei der SoLaWi am Großen Meer

(von Wolbert Schnieders-Kokenge)

Das war eines der angenehmen Ziele im Wahlkampf der grünen Samtgemeindebürgermeisterkandidatin Elke Oelmann aus Barnstorf:

Sie besuchte die SOLAWI in Holte am Großen Meer. Auf ihrem klimaneutralen Lastenfahrrad steuerte sie am Freitagnachmittag den Hof von Petra Kalusche und Karolina Haupeltshofer an. Wie dort Gemüse angebaut und umgesetzt wird, kommt den Zielen grüner Agrarpolitik sehr nahe. Stolz konnten die Mitglieder der Politikerin das gerade neu ausgestellte Demeter-Zertifikat zeigen, das strenge Kriterien für den biologischen Anbau vorgibt und fortlaufend vor Ort kontrolliert wird.

Gut hundert Menschen beziehen als Mitglieder des eingetragenen Vereins „Solawi Holler Hof“ wöchentlich eine Kiste mit frisch geerntetem Gemüse. Diese abzunehmen haben sie sich zu Beginn der Erntesaison für ein Jahr verpflichtet. Dadurch besitzt der Verein, der einen Gärtner und zwei Hilfskräfte beschäftigt, Planungssicherheit.

Elke Oelmann interessierte sich neben der ökologischen Ausrichtung des Projektes vor allem auch für die wirtschaftliche Seite. Sie konnte beobachten, dass zahlreiche Helfer auf dem Hof waren. „Heißt das, dass das Prinzip Solawi ohne ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren würde?“ wollte sie von den Verantwortlichen wissen. Mechthild Kokenge vom Vorstand des Vereins hat diese Frage schon oft gestellt bekommen. Es gebe inzwischen zahlreiche Solawis, die wirtschaftlich gesund dastünden, ohne auf einen ehrenamtlichen Helferkreis zurück greifen zu müssen, erklärte sie. Besonders im Umfeld großer Städte gebe es sogar noch Potential für viele solcher Betriebe. „Es gibt aber auch zahlreiche Solawis wie uns, die bewusst die Mitglieder mit einbinden.“ Ein Bauer oder Gärtner, der so wirtschafte, plane meistens anders. „Wir sind ja auch ein Verein, der eigentlich gemeinnützig arbeiten wollte. Davon hat sich das hiesige Finanzamt leider noch nicht überzeugen lassen. In anderen Bundesländern geht das“, berichtete Kokenge der Politikerin und regte an, dass der Ökopartei da noch eine Aufgabe ins Haus stehe.

Das gebe sie gern weiter, versprach Elke Oelmann, und unterstrich, dass sie das Prinzip Solawi unterstützenswert finde und als Bürgermeisterin das lokale Umfeld im Auge haben werde. Sie berichtete, dass in Barnstorf der Wochenmarkt wiederbelebt werden sollte und lud die Solawi ein, sich dort zu beteiligen. Einen Gemüseverkauf auf dem Markt mochten die Mitglieder aber auf absehbare Zeit nicht ins Auge fassen. „Unser Gemüse gehört den Mitgliedern“, erklärte Andreas Ritzka vom Vorstand. Es sei deshalb nicht frei verkäuflich. Aus dem Vorschlag entstand aber die Idee, den Wochenmarkt als Depot zu nutzen, an dem die Barnstorfer Mitglieder ihre Kiste abholen können und Marktbesucher sehen, was den Solawi-Mitgliedern geboten wird. „Das ist doch auch schon was“, schmunzelte die grüne Kandidatin. „Das spart gleich auch wieder Spritkosten.“ Denn nicht jeder, der sein Gemüse abholt, kommt per Lastenfahrrad wie die grüne Kandidatin.   

(von Wolbert Schnieders-Kokenge)

Das war eines der angenehmen Ziele im Wahlkampf der grünen Samtgemeindebürgermeisterkandidatin Elke Oelmann aus Barnstorf:

Sie besuchte die SOLAWI in Holte am Großen Meer. Auf ihrem klimaneutralen Lastenfahrrad steuerte sie am Freitagnachmittag den Hof von Petra Kalusche und Karolina Haupeltshofer an. Wie dort Gemüse angebaut und umgesetzt wird, kommt den Zielen grüner Agrarpolitik sehr nahe. Stolz konnten die Mitglieder der Politikerin das gerade neu ausgestellte Demeter-Zertifikat zeigen, das strenge Kriterien für den biologischen Anbau vorgibt und fortlaufend vor Ort kontrolliert wird.

Gut hundert Menschen beziehen als Mitglieder des eingetragenen Vereins „Solawi Holler Hof“ wöchentlich eine Kiste mit frisch geerntetem Gemüse. Diese abzunehmen haben sie sich zu Beginn der Erntesaison für ein Jahr verpflichtet. Dadurch besitzt der Verein, der einen Gärtner und zwei Hilfskräfte beschäftigt, Planungssicherheit.

Elke Oelmann interessierte sich neben der ökologischen Ausrichtung des Projektes vor allem auch für die wirtschaftliche Seite. Sie konnte beobachten, dass zahlreiche Helfer auf dem Hof waren. „Heißt das, dass das Prinzip Solawi ohne ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren würde?“ wollte sie von den Verantwortlichen wissen. Mechthild Kokenge vom Vorstand des Vereins hat diese Frage schon oft gestellt bekommen. Es gebe inzwischen zahlreiche Solawis, die wirtschaftlich gesund dastünden, ohne auf einen ehrenamtlichen Helferkreis zurück greifen zu müssen, erklärte sie. Besonders im Umfeld großer Städte gebe es sogar noch Potential für viele solcher Betriebe. „Es gibt aber auch zahlreiche Solawis wie uns, die bewusst die Mitglieder mit einbinden.“ Ein Bauer oder Gärtner, der so wirtschafte, plane meistens anders. „Wir sind ja auch ein Verein, der eigentlich gemeinnützig arbeiten wollte. Davon hat sich das hiesige Finanzamt leider noch nicht überzeugen lassen. In anderen Bundesländern geht das“, berichtete Kokenge der Politikerin und regte an, dass der Ökopartei da noch eine Aufgabe ins Haus stehe.

Das gebe sie gern weiter, versprach Elke Oelmann, und unterstrich, dass sie das Prinzip Solawi unterstützenswert finde und als Bürgermeisterin das lokale Umfeld im Auge haben werde. Sie berichtete, dass in Barnstorf der Wochenmarkt wiederbelebt werden sollte und lud die Solawi ein, sich dort zu beteiligen. Einen Gemüseverkauf auf dem Markt mochten die Mitglieder aber auf absehbare Zeit nicht ins Auge fassen. „Unser Gemüse gehört den Mitgliedern“, erklärte Andreas Ritzka vom Vorstand. Es sei deshalb nicht frei verkäuflich. Aus dem Vorschlag entstand aber die Idee, den Wochenmarkt als Depot zu nutzen, an dem die Barnstorfer Mitglieder ihre Kiste abholen können und Marktbesucher sehen, was den Solawi-Mitgliedern geboten wird. „Das ist doch auch schon was“, schmunzelte die grüne Kandidatin. „Das spart gleich auch wieder Spritkosten.“ Denn nicht jeder, der sein Gemüse abholt, kommt per Lastenfahrrad wie die grüne Kandidatin.   

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