Fragen an die Kandidatin

Das Diepholzer Kreisblatt hat allen drei Kandidat*innen Fragen gestellt.

Hier sind meine Antworten:

1.) Was gefällt Ihnen in der Samtgemeinde Barnstorf besonders gut, und was ist nicht so attraktiv?

In der Samtgemeinde Barnstorf gibt es fast alles, um sich wohl zu fühlen. Neben der notwendigen Infrastruktur zur Daseinsvorsorge gibt es viel Natur, um auch die Freizeit zu genießen. Besonders zu erwähnen ist das bürgerschaftliche Engagement vieler Menschen aus allen Mitgliedsgemeinden. Aber auch in kultureller Hinsicht haben wir viel zu bieten. In der Samtgemeinde finden außerdem überregional beliebte Feste und Veranstaltungen statt. Wenig attraktiv ist die Samtgemeinde für Fachärzte und es müsste mehr Angebote für junge Menschen geben.

2.) Sehen Sie die Notwendigkeit einer Barnstorfer Umgehungsstraße? Wenn ja, in welcher Form bzw. Streckenführung – und was wollen Sie für eine möglichst schnelle Umsetzung der Planungen tun?

Ich sehe in erster Linie die Notwendigkeit   einer innerörtlichen Verkehrsberuhigung bzw. Entlastung des Barnstorfer Ortskerns. Eine Streckenführung über Eydelstedt ist aktuell nicht realisierbar, da es keine Zustimmung der Mitgliedsgemeinde gibt. Außerdem ist keine Streckenführung ohne Probleme umsetzbar. Die finanzielle Belastung, der hohe Flächenverbrauch und die Umweltzerstörung sind höher zu bewerten als die mögliche Entlastung durch eine Ortsumgehung. Dies ist aber keine Entscheidung der Samtgemeindebürgermeisterin, sondern ein Beschluss der politischen Gremien, der entsprechend umzusetzen ist.

3.) Was ist ihr Vorschlag zur Lösung des Problems der Abwasserbeseitigung in Barnstorf (Kläranlage)?

Aktuell liegen dem Samtgemeinderat mehrere Vorschläge vor. Ich bevorzuge eine Lösung, bei der die Einflussmöglichkeiten der Kommune möglichst hoch sind. Ziel muss sein, stabile und transparente Beiträge zu ermöglichen. Gleichzeitig müssen im Bereich Abwasserbeseitigung energetisch sinnvolle und klimaschonende Techniken angewendet, damit wir gut für die Zukunft aufgestellt sind. Die Kombination aus Eigenregie, Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und fachlicher Unterstützung durch Dritte gewährleistet, dass die Kläranlage in kommunaler Hand bleibt.

4.) Welchen Stellenwert hat für Sie das Thema Klimaschutz in Barnstorf?

Das Fortschreiten des Klimawandels stellt Kommunen vor große Herausforderungen. Höchste Zeit gegenzusteuern, entschlossen zu handeln und den Klimaschutz als gesellschaftliche und politische Aufgabe weiter voranzutreiben. Deshalb muss Klimaschutz ein Querschnittsthema in allen Fachbereichen sein. Alle politischen Entscheidungen sollten unter dem Gesichtspunkt „Klimaschutz“ betrachtet und bewertet werden. Die Samtgemeinde Barnstorf hat seit 2009 ein integriertes Klimaschutzkonzept, dass dringend aktualisiert und dessen Inhalte umgesetzt werden müssen.

5.) Wie sehen Sie die Zukunft des ÖPNV in Barnstorf bzw. der Bahnverbindung der Samtgemeinde? Was müsste verbessert werden?

Der Bahnhof ist eine Stärke, die Bahnanbindungen sind gut, die Taktung muss allerdings verbessert werden. Es ist sinnvoll stillgelegte Bahnhöfe zu reaktivieren und die Gewerbegebiete an Bahnstrecken anzusiedeln bzw. Gleisanbindungen zu nutzen. In allen Mitgliedsgemeinden müssen Angebote des öffentlichen und innerörtlichen Nahverkehrs ausgebaut werden (Sammeltaxis, Anrufbusse, Carsharing, Mitfahrbänke etc.). Parallel sollten E-Ladestationen für PKW und Fahrräder ausgebaut werden. Die Nutzung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln sollte unterstützt werden (Radwege).

6.) Was wollen Sie in der Samtgemeinde Barnstorf auf keinen Fall?

Ich möchte während meiner Amtszeit keine öffentlichen Einrichtungen schließen bzw. das Angebot verringern. Ich betreibe keine Klientel- bzw. Parteipolitik, sondern setze mich für das Allgemeinwohl ein.  Wachstum um jeden Preis ist nicht mein Motto!  Ich werde nicht auf „Sicht“ fahren, sondern mit Blick auf die nächsten Generationen nachhaltig handeln und gestalten. Ich werde keine Gemeinde bevorzugen, sondern die Lebensqualität in der gesamten Samtgemeinde verbessern.

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.